Katastrophenmedizin


Katastrophenmedizin und Humanitäre Arbeit

Studentisch organisiertes Wahlfach

Humanitäre Arbeit und Katastrophenmedizin sind nicht in der curriculären Lehre enthalten. Es ist schwierig, schon während des Studiums Einblicke in die humanitäre Arbeit zu bekommen. Doch viele (Medizin-) Studierende fangen ein Studium an, mit dem Wunsch, im späteren Arbeitsleben einmal für humanitäre Träger wie z.B. Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten.
Aufgrund dieser Problematik hat sich in den letzten Jahren ein studentisches „Projekt Katastrophenmedizin“ in der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) etabliert, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Thematik an den Universitäten in Deutschland zu verbreiten. Es gibt bereits erste erfolgreiche Wahlfachkonzepte an den Universitäten in Berlin und Ulm.
Mit dieser neuen Seminarreihe soll den Studierenden in Greifswald ein erster Einblick in die Welt der Katastrophenmedizin und humanitären Arbeit gegeben werden, um den Horizont über die curriculäre Lehre zu erweitern, und jeden Studierenden auf eine potentielle humanitäre Arbeit im Anschluss an das Studium optimal vorzubereiten.

Einige Beispiele für die inhaltlichen Themen sind:
Das Sphere-Projekt, NGO’s und OCHA, Einsatzkoordination, Triage, Psychische Belastung in Katastrophen, Internationale Gesundheitssysteme, Erfahrungsberichte humanitärer Einsätze, Internationale humanitäre Gesetzgebung, Schussverletzung, Verbrennungsmedizin, Krankenhausalarmplanung, Planspiele: Afterschoc-Management, Prehospital-Management, Simulation Katastrophenausbruch.
Die Inhalte werden einerseits durch verschiedene Redner/Dozenten der Universität Greifswald, sowie externen Rednern übermittelt, andererseits durch studentische Trainer im Sinne des Peer-Education-Modells.
Durch den studentischen Trainer sollen vor allem die Gruppen-Planspiele durchgeführt werden. Bei diesen Simulationen zu Katastrophenausbrüchen können die Teilnehmenden die Problematik aktiv mitgestalten.

Ein wichtiger Teil ist die gemeinsame Exkursion zu dem jährlich stattfindenden Humanitarian Congress in Berlin, ausgerichtet von Ärzte ohne Grenzen. Die Kongressthemen werden dann in Vorträgen von den Studierenden als Prüfungsleistung ausgearbeitet. So kann sofort die Verknüpfung zu aktuellen wichtigen internationalen Themen herstellen und sich bei Interesse einbringen, mitdiskutieren und Kontakte knüpfen.