Gremien & Hochschulpolitik

Gremien/Hochschulpolitik Universität Greifswald

Das Geschehen an einer Universität wird durch unterschiedliche politische Gremien bestimmt. Diese Gremien setzen sich dabei zumeist aus verschiedenen der Universität angehörenden Gruppierungen zusammen. Das sind natürlich die Studierenden und die Professoren und Professorinnen, dazu zählen aber auch die wissenschaftlichen und andere Mitarbeiter der Universität. Sie alle können mitbestimmen, was an ihrer Uni passiert und können sich dazu in die verschiedenen Gremien wählen lassen. Dabei gibt es sowohl Gremien, welche hochschulübergreifend arbeiten und Entscheidungen treffen können, dazu zählen zum Beispiel der Senat oder das Studierendenparlament (Stupa), als auch solche, welche innerhalb einer Fakultät, in unserem Fall der medizinischen Fakultät, entscheiden: das ist der Fakultätsrat, aber auch die Fachschaftsräte.

Wie schon erwähnt, werden die Mitglieder der verschiedenen Gremien gewählt. In allen Gremien sind auch Studierende vertreten, die sich dort für die Interessen der Studierendenschaft einsetzen. Als Studierende könnt ihr bei den Gremienwahlen, welche immer zu Beginn des Jahres stattfinden, eure Vertreter für die Gremien wählen und somit euer demokratisches Mitbestimmungsrecht ausüben. Genauso könnt ihr aber auch selbst bei den Wahlen kandidieren, wenn ihr euch mehr engagieren und für eure Kommilitonen einsetzen wollt.

Im Folgenden findet ihr kurze Erläuterungen zu der Zusammensetzung und den Aufgaben der einzelnen Gremien. Bei weiteren Fragen könnt ihr euch natürlich immer gerne an uns wenden.

Fachschaft und Fakultät

Um zu verstehen, was der Fachschafts- oder der Fakultätsrat ist und macht, muss man natürlich erst einmal wissen, was überhaupt die Fachschaft und die Fakultät sind.
Die Fachschaft, das sind alle Studierende einer Fachrichtung, in unserem Fall Humanmedizin. Mehrere Fachschaften bilden dann zusammen eine Fakultät. In Greifswald gibt es fünf Fakultäten: die medizinische, die mathematisch-naturwissenschaftliche, die philosophische, die theologische und die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät. In unserem Fall ist das recht einfach, da die medizinische Fakultät sich aus nur zwei Fachschaften zusammensetzt, nämlich der human- und der zahnmedizinischen Fakultät. Bei anderen Fakultäten wird das teils deutlich unübersichtlicher. Der medizinischen Fakultät gehören damit etwa 1.700 Studierende an, während die gesamte Universität ungefähr 10.500 Studierende zählt.

Fachschaftsrat

Der Fachschaftsrat (FSR) vertritt die Interessen der Studierenden seiner Fachschaft. Der Fachschaftsrat Medizin kümmert sich also um die Belange der etwa 1.300 Humanmedizin Studierenden in Greifswald.

Die Aufgaben des FSR sind dabei sehr vielfältig. Wir vertreten eure Interessen gegenüber den Lehrenden und unterstützen euch bei studienbezogenen Problemen. Bei jedweden Schwierigkeiten haben wir immer ein Offenes Ohr und ihr könnt euch gerne an uns wenden. Sprecht uns an, kommt in einer unserer Öffnungszeiten vorbei oder schreibt uns eine Mail.
Wir verstehen uns außerdem als zentrale Anlaufstelle für die verschiedenen studentischen Projekte (Link) mit welchen wir in stetem Austausch stehen und welche wir bei Bedarf sowohl organisatorisch als auch finanziell unterstützen.
Auch laufen bei uns Informationen aus den verschiedenen Gremien zusammen und wir entsenden Vertreter in die verschiedenen Kommissionen der Fakultät, wie beispielsweise die Lehr- oder die Curriculumskommission.
Unterstützt wird der gewählte Fachschaftsrat (FSR) von dem sogenannten erweiterten Fachschaftsrat (eFSR). Das sind aktuell etwa 20 engagierte Studierende.

Fakultätsrat

Der Fakultätsrat ist die Legislative der jeweiligen Fakultät. Bei uns in der medizinischen Fakultät besteht er aus insgesamt 22 Mitgliedern und setzt sich dabei zusammen aus 12 Professoren und Professorinnen, 4 wissenschaftlichen Mitarbeitern, 4 Studierenden und 2 weiteren Mitarbeitern zusammen. Von diesen vier Gruppen der Fakultät werden ihre Vertreter gewählt. Dabei beträgt die Amtszeit der studentischen Vertreter 1 Jahr, die aller anderen Vertreter beträgt 2 Jahre.

Der Fakultätsrat ist u.a. zuständig für den Beschluss von Ordnungen und die Entscheidung über grundsätzliche Angelegenheiten von Studium und Lehre. Überdies wählt er die Fakultätsleitung und wirkt an der Erarbeitung des Hochschulentwicklungsplanes, sowie der Struktur- und Entwicklungsplanung der jeweiligen Fakultät mit.
Um diese Aufgaben zu erfüllen kann der Fakultätsrat verschiedene Kommissionen einsetzen, welche dann u.a. für ihren eigenen Aufgabenbereich die Ordnungen über- und Beschlüsse erarbeiten. Zu diesen Kommissionen zählen dabei die Lehrkommissionen und die Curriculumskommission. Es gibt auch Kommissionen, welche sich mit ethischen Themen, der Vergabe von Stipendien oder dem PJ befassen. All diesen Kommissionen gehören auch immer studentische Vertreter an, welche so entscheidenden Einfluss auf Geschehen und die Entwicklung in unserer Fakultät haben.
Der Fakultätsrat nimmt des weiteren Stellung zu der von der Fakultätsleitung vorgeschlagenen Verteilung von den der Fakultät zugewiesenen Ressourcen sowie zur Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen.

 Senat

Der Senat ist das Parlament der gesamten Universität. Man unterscheidet dabei zwischen einem erweiterten und einem engeren Senat mit jeweils unterschiedlichen Aufgabenbereichen.
Der erweiterte Senat besteht aus 36 Mitgliedern, davon 12 Professoren und Professorinnen, 6 wissenschaftliche Mitarbeiter(innen), 12 Studierende und 6 weiteren Mitarbeiter(innen). Im Verhältnis 12:4:4:2 bilden davon 22 Vertreter den engeren Senat. Dabei handelt es sich um diejenigen Mitglieder, die in ihrer jeweiligen Gruppe die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten.

Wie auch die Vertreter in den anderen Gremien werden die Senatoren von den Universitätsangehörigen der jeweiligen Mitgliedergruppen in unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.
Die studentischen Vertreter werden dabei für ein Jahr gewählt, die Amtszeit der restlichen Senatoren beträgt 2 Jahre.

Der engere Senat beschließt – mit Ausnahme der Grund- und Wahlordnung – über die Satzungen und Ordnungen der Universität, insbesondere über die Prüfungs- und Studienordnungen; zu den Ordnungen der Fakultäten nimmt er Stellung. Bevor organisatorische Untergliederungen oder Studiengänge errichtet, geändert oder aufgehoben werden, muss der engere Senat angehört werden.

Der erweiterte Senat hat ein umfassendes Informationsrecht gegenüber dem Rektorat. Ferner wählt er die Mitglieder des Rektorats und des Universitätsrates und kann – mit Ausnahme des Kanzlers – das Rektorat oder eines seiner Mitglieder abwählen.

Der Senat ist des Weiteren zuständig für die Verteilung von Ressourcen, den Beschluss des Wirtschafts- und Haushaltsplan und die Ausschreibung von Professorenstellen. Er verleiht auch die Lehrbefugnis an neue Professoren/innen und die Bezeichnungen außerplanmäßiger Professor oder Honorarprofessor.

Der Senat kann Ausschüsse und Kommissionen einrichten, die Beschlüsse für den Senat erarbeiten.

Studierendenparlament

Das Studierendenparlament, auch Stupa genannt, besteht aus 27 gewählten und stimmberechtigten Mitgliedern. Die Amtszeit der ‚Stupisten‘ beträgt ein Jahr.

Das Studierendenparlament ist  das höchste Gremium der Studierendenschaft –  das satzungsgebende Organ. Es beschließt den Haushalt und die konkrete Verwendung der Finanzmittel, die der Studierendenschaft zur Verfügung stehen (ca. 200.000 Euro pro Jahr, dies ist ein Teil der Rückmeldegebühr).
Das StuPa berät und entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Studierendenschaft. So trifft es hochschulpolitische Grundsatzentscheidungen und fasst Beschlüsse zu Satzungen und Ordnungen. Darüber hinaus beschließt das StuPa die Struktur und die Aufgaben des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Es wählt und kontrolliert den AStA und den Medienausschuss, der die Geschäftsführung und Chefredaktionen der studentischen Medien – der moritz-Medien, wählt. Ferner entsendet es Vertreter in die verschiedensten Organe wie die Landeskonferenz der Studierendenschaften (LKS), in die Gremien des Studentenwerks und in diverse Ausschüsse. Zudem hat es die Möglichkeit Arbeitsgruppen einzusetzen um bestimmte Themenfelder die von besonderer Bedeutung sind abdecken und konstruktiver behandeln zu können. Die hochschulöffentlichen Sitzungen des StuPas finden in der Vorlesungszeit alle zwei Wochen statt.

AStA – allgemeiner Studierenden Ausschuss

Der AStA ist die Exekutive des Studierendenparlaments (Stupas) und somit der Studierendenschaft. Er ist an die Weisungen des Stupa gebunden.
Der AStA setzt sich zusammen aus einem/r Vorsitzenden und verschiedenen Referenten/Referentinnen, die jeweils für bestimmte Aufgabenbereiche zuständig sind, so gibt es z.B. Referate für Finanzen, für Soziales, für Veranstaltungen und für Fachschaftsangelegenheiten.